Warum ‘klein’ nicht immer fein ist
Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, dann gab es zwei Wörter, “Bescheidenheit” und “Zurück-haltung”, die ich am meisten in dieser Zeit hörte. Durch meine katholische Erziehung wurden diese Worte bild- und geschichtenreich untermauert. Für mich hörte es sich damals so an, dass, je bescheidener und zurückhaltender ich sei, desto “heiliger” würde ich schließlich werden und entsprechend hoch würde dafür der Lohn im Himmelreich sein. Verschiedene Lehrer trugen zusätzlich dazu bei, dass ich in gewissen Schulfächern noch “kleiner” wurde als ich mich ohnehin schon fühlte. Ich war angeblich zu dumm für Mathematik, zu unpraktisch für Handwerken und zu ungeschickt für Sport. Worin ich noch glänzen durfte, waren Musik und Kunsterziehung. In meiner späteren Ausbildung zum Modelltischler, von der ich nur das erste Jahr durchstand, wurde ich als unverbesserlicher Träumer abgestempelt. Den ganzen Beitrag lesen »
